Die Erforschung und Bewirtschaftung der Wälder ist von grosser Bedeutung, da sie zu
unseren wichtigsten Rohstofflieferanten zählen. Die Wäder müssen sorgsam
gepflegt werden, wenn sie uns und der nächsten Generation von Nuzen sein sollen.
Heute bedecken die Wäder etwa 30% der gesamten Landoberfläche der Erde. In
den letzten 200 Jahren hat der Mensch den Wäldern jedoch übel zugesetzt. Viele
wurden erbarmunglos dem kurzfristigen Nutzen geopfert und abgeholzt, ohne dabei an die
Folgen für die Zukunft zu denken. Erst in jüngster Zeit beschäftigten sich
die Politiker international mit diesem Thema. Viele Jahre wurden die Wälder vorwiegend
als Holzquelle betrachtet. Doch ein Wald hat noch mehr Aufgaben zu erfüllen. Wälder
beeinflussen das Klima und das Wetter, indem sie Sauerstoff abgeben und aufnehmen.
Letzteres trägt zur allgemeinen Erwärmung der Erde, dem sogenannten Treibhauseffekt bei.
Baumarten
Weltweit gibt es etwa 20'000 verschiedene Waldbaumarten. Sie lassen sich in fünf Haupttypen
gliedern. Die breitblättrigen Laubbäume wachsen in Regionen mit wechselnden Jahreszeiten.
Über ihre breiten, grossen Blätter geben sie Flüssigkeit ab, die sie aus dem Boden
aufnehmen. Im Herbst fallen die Blätter ab, und im Frühling spriessen neue. Zu dieser
Gruppe zählen viele der uns bekannten Bäume wie Esche, Birke, Kastanie, Ulme, Ahorn, Eiche,
Walnussbaum und Weide. Breitblättrige immergrüne Bäume findet man vor allem in den Tropen.
Sie besitzen breite Blätter wie die Laubbäume, verlieren aber immer nur wenige auf einmal,
so dass sie stets voller Laub aussehen. Einige Vertreter dieser Gruppe wachsen auch in
unseren gemässigten Breiten: Der Buchsbaum, die Stechpalme und der Lorbeer.
Nadelbäume sind fast alle immergrün und durch ihre dünnen, nadelförmigen Blätter
gekennzeichnet. Diese schmalen Blätter haben eine viel kleinere Oberfläche, die wesentlich
weniger Feuchtigkeit abgeben kann als die grossen Blätter der Laubbäume. Das ist besonders
in Regionen mit geringem Niederschlag wichtig, wo den Bäumen nicht viel Wasser zur Verfügung
steht. Einige Bäume dieser Gruppe haben keine nadelförmigen, sondern schuppenartige Blätter.
Zu den Nadelbäumen zählen Tannen, Kiefer, Fichte und Eibe. Schuppenförmige Blätter besitzen
Zedern und Zypressen. Einige wenige Nadelbaumarten verlieren im Winter ihre Nadeln. Die
meisten Palmen haben keine Äste sondern nur einen Stamm, an dessen Spitze grosse,
fächer- oder federförmige Blätter eine Krone bilden. Baumfarne sehen wie Waldfarne aus,
besitzen aber einen langen Stamm mit Farnblättern an der Spitze.
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