In einem natürlichen Mischwald finden viele Tiere Unterschlupf und Nahrung. Wir könnten uns einen Wald ohne Rehe, Hasen,
Füchse, Dachse, Eichhörnchen und Mäuse, die vielen Vögel mit ihrem munteren Gesang und die unzähligen Insekten gar nicht vorstellen. Sie alle beleben den Wald erst recht. Er bietet ihnen einen weiten Lebensraum, worin sie sich gut entwickeln
und fortpflanzen können. Rehe, Hasen, Eichhörnchen, die vielen kleinen Nager, die samenfressenden Vögel und die laubfressenden Insekten ernähren sich ausschliesslich von Pflanzen. Ihnen allen bietet der Wald mit dem Laub, den Krautpflanzen, den Borken, den vielen Früchten und Samen einen reich gedeckten Tisch. Mit den pflanzlichen Nährstoffen bauen die Pflanzenfresser den eigenen Körper auf, indem sie die aufgenommene Nahrung zu körpereigenen Baustoffen verarbeiten. Gleichzeitig gewinnen sie aus der Nahrung auch die Energie für ihren Lebensbetrieb. Hasen, kleine Nager, Eichhörnchen, Insekten und andere mehr bilden nun die Nahrung der Fleischfresser. Füchse, Marder, Greifvögel, Maulwürfe und Waldspitzmäuse bewirken, dass die Pflanzenfresser nicht zu zahlreich werden. Zwischen den Waldpflanzen, den pflanzenfressenden und fleischfressenden Tieren stellt sich ein natürliches Gleichgewicht ein. Die Pflanzenfresser dürfen sich nicht beliebig vermehren, sonst zerstören sie durch übermässige Nutzung die sie ernährende Waldvegetation. Anderseits dürfen sich die fleischfressenden Tiere nicht unbegrenzt vermehren, wollen sie nicht den Bestand der Pflanzenfresser gefährden, von denen sie sich ernähren.
Von der Pflanzendecke eines Waldes können viele Pflanzenfresser leben. Bedeutend weniger Fleischfresser jedoch können sich von den Pflanzenfressern ernähren, was in der Skizze unten angedeutet ist. Bei diesem fortwährenden Kampf um die Nahrung erliegen vor allem die kranken und schwächeren Tiere.
Wenn durch besondere, oft unbekannte Gründe, einzelne Tierarten wie die Schädlinge Borken- und Rüsselkäfer, Holzwespen, Milben, Blatt- und Gallenläuse stark zunehmen, dann vermehren sich in einem natürlichen Wald auch deren Vertilger. Ameisen überfallen sie, oder Schlupfwespen legen ihre Eier in die Larven der Schädlinge. Meisen und Finken, Baumläufer und Spechte suchen eifrig Stämme und Zweige ab und ziehen Ungeziefer hervor. In einem natürlichen Wald stellt sich nach Störungen das biologische Gleichgewicht wieder ein.
Die Maus ist die am häufigsten anzutreffende Art dieser Familie und Vorfahr der Labormäuse, die für wissenschaftliche
Experimente gehalten werden. Freilebende Hausmäuse haben eine Kopfrumpflänge von etwa sieben bis zehn Zentimetern, dabei
kommt der etwa fünf bis zehn Zentimeter lange Schwanz dazu. In Gefangenschaft gehaltene Mäuse können aufgrund der besseren
Ernährung deutlich grösser sein. Die Hausmaus ist grau gefärbt, unterseits ist sie heller. Das ganze Jahr hindurch wirft
sie bis zu achtmal jährlich drei bis acht Junge.
Füchse ernähren sich weitestgehend von Mäusen, Wühlmäusen, Kaninchen, Vogeleiern, Früchten, grossen Insekten und Aas.
Da ihre Beutetiere nur klein sind, jagen Füchse allein statt im Rudel. Im allgemeinen ist ihr Revier, das sie gegen
Artgenossen verteidigen, kleiner als acht Quadratkilometer. Sie sind flinke, wendige Läufer. Der Rotfuchs kann eine
Geschwindigkeit von nahezu 50 Kilometern pro Stunde erreichen.
In der botanischen Terminologie beschränkt sich die
Bezeichnung Nuss auf eine einsamige Frucht, die aus einem Fruchtknoten entstanden ist, dessen äussere Wände sich verholzt
haben und der sich nicht öffnet, um seinen Samen zu entlassen. Solche echten Nüsse können essbar, aber auch ungeniessbar
sein. Bekannte Beispiele sind Eicheln, Bucheckern, Kastanien und Haselnüsse. Beispiele für Früchte oder Samen, die vom
Volksmund fälschlich als Nüsse bezeichnet werden, sind Mandeln und Walnüsse: Im botanischen Sinne sind dies Steinfrüchte,
denen die fleischige äussere Schale entfernt wurde. Andere Beispiele für "unechte" Nüsse sind Erdnüsse - in Hülsen
eingeschlossene Samen - sowie Rosskastanien und Paranüsse, bei denen es sich um von Kapseln umhüllte Samen handelt.
Samen werden von der Natur dazu benutzt, sich weiter zu entwickeln. Bei manchen Pflanzen werden die Samen für sich
allein verbreitet, bei anderen befinden sie sich in Früchten - bei den sogenannten Schliessfrüchten wie beispielsweise
den Nüssen und werden zusammen mit diesen verbreitet. Gelangen die Samen an eine geeignete Stelle, so beginnen sie
zu keimen und entwickeln sich zu neuen Pflanzen. Dies ist möglich, weil die Samen einen ruhenden Embryo enthalten,
umgeben von Nährgewebe und umschlossen von einer schützenden Hülle - vergleichbar etwa mit einem Hühnerei.
(siehe Entwicklungsbiologie) Unter den Samenpflanzen gibt es zwei wesentliche Gruppen. Samen von Bedecktsamern
unterscheiden sich, wie der Name bereits andeutet, dadurch von denjenigen der Nacktsamer (der Koniferen und verwandter Pflanzen), dass sie von einem Fruchtknoten eingehüllt sind, während sie bei den Nacktsamern frei auf den Schuppen
der Zapfen liegen.
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