Das Ökosystem Wald

Alle natürlichen Lebensräume und Ökosysteme haben heute ein gemeinsames Problem: die Menschheit. Durch den wirtschaftenden Menschen ändern sich Stoffeinträge (Luftverschmutzung, Gewässereutrophierung) und die Zusammensetzung der Arten (Ausrottung bestimmter Tierarten zerstört das Gleichgewicht). Die direkteste Einflussnahme des Menschen auf Ökosysteme besteht in ihrer Zerstörung oder Umwandlung. Der Kahlschlag zerstört Wälder - nachfolgend entwickelt sich meist nur eine artenärmere Sekundärvegetation. Auch selektives Holzfällen kann Wald-Ökosysteme in entscheidender Weise verändern. Die Aufsplitterung eines einst zusammenhängenden Ökosystems kann dazu führen, dass die verbleibenden Reste zu klein sind, um existieren zu können. Klimaveränderung: Die Menschheit hat einen starken Einfluss auf die globale Erwärmung. Der durch Luftschadstoffe verursachte Treibhauseffekt und die damit verbundene Erwärmung der Atmosphäre sind wissenschaftlich nicht hundertprozentig erwiesen, gelten aber als sehr wahrscheinlich.

Auswirkungen

Über die genauen Auswirkungen ist man sich ebenfalls noch nicht im klaren. Umweltverschmutzung: Die Verschmutzung der natürlichen Umwelt durch eine Reihe von Schadstoffen aus Herbiziden, Pestiziden, Düngemitteln, Abfällen der Industrie, Kraftfahrzeugverkehr und Hausmüll führt zur stärksten Beeinträchtigung der Natur. Die Auswirkungen der Luftverschmutzung und Wasserverschmutzung sind oft zwar nicht unmittelbar erkennbar, können aber langfristig verheerende Folgen haben. Die Folgen des sauren Regens auf Süsswasser- und Wald-Ökosysteme in grossen Teilen von Nord- und Mitteleuropa sind ein typisches Beispiel.

Züchtung von Tier- und Pflanzenarten: Der Mensch ist in zunehmendem Mass für Änderungen in der Verteilung einer grossen Anzahl von Tier- und Pflanzenarten verantwortlich. Hierzu gehören nicht nur Haustiere und Nutzpflanzen, sondern auch Schädlinge wie Ratten, Mäuse sowie viele Insekten und Pilze. Arten, die akklimatisiert werden, können durch räuberisches Verhalten starke Auswirkungen auf bestehende natürliche Ökosysteme haben, vor allem auf Inseln, auf denen sich heimische Arten isoliert entwickelt haben. So haben z. B. Füchse, Kaninchen, Eidechsen, Luchse, Wildkatzen und sogar Büffel und Kamele schwere Schäden in vielen Ökosystemen verursacht.

Vom sauren Regen geschädigter Wald

Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten Die Eliminierung einer grossen Anzahl von Tieren und Pflanzen aus einem Ökosystem kann zu einer starken ökologischen Veränderung führen. Ein Beispiel ist die Überfischung der Weltmeere.

Kontrolle der menschlichen Einflussnahme auf Ökosysteme:
Die Kontrolle der Veränderungen in den Ökosystemen der Welt ist für die Menschheit zu einer grossen Herausforderung für das kommende Jahrtausend geworden. Ein entscheidender Faktor ist der Schutz der verbleibenden natürlichen Ökosysteme in Nationalparks und anderen geschützten Gebieten. Dies wird bestimmte Gebiete aber nicht davor bewahren, durch Klimaveränderungen sowie ubiquitär vorhandene Schadstoffe beeinflusst zu werden. Die Zunahme der Umweltverschmutzung und die Zerstörung oder der massive Eingriff in die verbleibenden Ökosysteme verlangen weltweit Taten. Ein Lösungsansatz ist sicherlich in der Kontrolle des Bevölkerungswachstums sowie in einem verantwortungsbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu sehen.

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