Das Ökosystem Wald

Ein Ökosystem ist ein dynamisches System zwischen Lebewesen und ihrem Lebensraum. Es ist ein komplexes Wirkungsgefüge zwischen Organismen, wie z.b. Pflanzen, Tieren, Bakterien und Pilzen, die eine Lebensgemeinschaft bilden, sowie den Energieströmen und Stoffkreisläufen innerhalb des Systems.

Ökosysteme können auf unterschiedliche Arten klassifiziert werden. Als Ökosysteme können sowohl ganz kleine Gebiete wie Wasserlöcher als auch große Regenwälder bezeichnet werden. Im allgemeinen können Ökosysteme aber nicht voneinander abgegrenzt werden. Das Ökosystemkonzept hat sich für die Ökologie als sehr nützlich erwiesen. Unter anderem wird es verwendet, um die verschiedenen Lebensräume auf der Welt zu beschreiben. Zu den terrestrischen Ökosystemen gehören arktische und alpine Ökosysteme, Wald-Ökosysteme, die in viele verschiedene Arten unterteilt werden können, einschließlich des tropischen Regenwaldes, der mediterranen Wälder mit immergrünen Bäumen, der borealen Nadelwälder und Laubwälder.

Schließlich gibt es noch Grasland und Savannen, Wüsten sowie semiaride Ökosysteme. Zu den Süßwasser-Ökosystemen gehören Seen, Flüsse und Sumpfland. "Hybride" Ökosysteme aus terrestrischen und Süßwassersystemen sind Sumpfwälder und jahreszeitabhängige Überschwemmungsgebiete. Meeres-Ökosysteme umfassen Korallenriffe, Mangrovensümpfe, Seegraswiesen und andere Ökosysteme entlang der Küste sowie im seichten Wasser bis hin zu Ökosystemen im offenen Meer und den wenig bekannten Lebensräumen in den Tiefen und Tiefseegräben der Weltmeere. Der Begriff Ökosystem wird des weiteren zur Beschreibung von geographischen Gebieten mit unterschiedlichen Lebensräumen verwendet, die in engem Zusammenhang miteinander stehen. Ein Beispiel ist die Serengeti in Ostafrika mit Seronera im Zentrum, in der sich eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt erhalten hat. Zu ihren unterschiedlichen Lebensräumen gehören Grassteppen, bewaldete Savannen, Buschland sowie Felsen, Flüsse und jahreszeitabhängige Wasserlöcher. Die fruchtbarsten Teile der Weltmeere wurden ebenso in eine Reihe großer Meeres-Ökosysteme mit vielen verschiedenen Lebensräumen unterteilt. Beispiele sind das Schwarze Meer, der Benguelastrom vor der Südwestküste Afrikas und der Golf von Mexiko.

Natürliche Veränderungen

Natürliche Veränderungen in den Ökosystemen sind offene Systeme. In den offenen Stoffkreisläufen stellt sich ein "natürliches Gleichgewicht" ein. Dieses ändert sich langsam, wenn sich die äußeren Gegebenheiten ändern. Das Klima ist der wichtigste Faktor für Veränderungen eines Ökosystems. So sind in Landökosystemen Temperatur, Niederschlag und Jahreszeiten die wichtigsten Determinanten. Eine Veränderung eines dieser Faktoren kann langfristige Auswirkungen haben. Die Eiszeiten des Quartärs, die eine festländische Vergletscherung und Verkleinerung der Feuchtwälder in den Tropen zur Folge hatten, sind ein Beispiel dafür. Klimaveränderungen mit starken geographischen Auswirkungen können aber auch über kurze Zeitabschnitte auftreten und ebenso wie lokale Ereignisse die Ökosysteme beeinflussen: Brände, Überschwemmungen und Erdrutsche sind natürliche Ereignisse mit möglichen starken Effekten. Sie müssen aber nicht unbedingt negative Folgen haben. Viele Ökosysteme benötigen sogar regelmäßige Störungen, um sich selbst erhalten zu können. Geologische Vorgänge und die Evolution tragen ebenfalls entscheidend zur Veränderung von Ökosystemen bei. Die Kontinentaldrift verändert das Aussehen des Planeten, indem sie neue Landschaften kreiert und andere zerstört, während die Evolution neue Lebensformen hervorbringt, die ihrerseits neue Ökosysteme bilden können und zur selben Zeit zur Ausrottung anderer Arten sowie zur Vernichtung und Umwandlung ihrer Ökosysteme beitragen.

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