| 29/11/2000 | Exoten brechen aus |
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Im Winter bilden immergrüne Pflanzen vereinzelte Farbtupfer im Wald. Das sind beispielsweise die
einheimischen Stechpalmen und Buchssträucher. Im Tessin könnte sich das bald ändern. Gian-Reto Walther
vom Geobotanischen Institut der ETH Zürich fand in den Wäldern um Locarno und Lugano zahlreiche Exoten
wie Hanfpflanzen, Ölweiden, Kirschlorbeer und Kampferbäume. Die Ursache bilden die zunehmend frostfreien
Winter und die Klimaerwärmung. Der Kampferbaum erreicht inzwischen die Höhe von einheimischen Baumarten.
Er hat sich aus den Ziergärten verabschiedet und sich in der Natur breit gemacht. Die verwilderten
Pflanzen werden wiederum Samen liefern und sich weiter ausbreiten. Indes sind einheimische Sträucher und
Bäume laut Walther nicht bedroht.
Aus: Magazin Umwelt Ausgabe 4/2000 |
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