| 15/07/2001 Schweiz | Nun fliegen sie wieder |
Im Schweizer Mittelland haben sich die Buchdruckerbruten (Ips typographus) bis ins Jungkäfer-Stadium
entwickelt. Befallene Fichten beginnen ihre Nadeln zu schütten und die Kronen verfärben
sich rot. Ab Mitte Juli fliegen die Käfer aus und befallen weitere Bäume.
Was ist zu tun:Fichten mit Kronenverfärbungen überprüfen. Befindet sich die Rinde noch am Baum und sind noch Jungkäfer darunter, so ist dies der allerletzte Moment, um betroffene Bäume, die im Frühling befallen wurden, zu fällen. Die Käfer müssen an Ort und Stelle vernichtet werden. Ein Rücken oder Lagern des Käferholzes ist nicht mehr ratsam. Die Rinde fällt dabei ab und die Käfer fliegen weg.An instabilen Bestandesrändern zu Sturmschadenflächen ist mit einem neuen starken Schub von Käferbefall zu rechnen. Die Kontrollgänge und Bohrmehlsuche sind zu intensivieren. Tips zum Vorgehen beim Buchdrucker-FolgebefallMassnahmen gegen den Buchdrucker werden dort ergriffen, wo eine Ausbreitung in die Nachbarbestände verhindert werden soll. Dies sind in erster Linie Schutz- oder Wirtschaftswälder mit einem hohen Fichtenanteil. Entscheidet man sich für Massnahmen, müssen diese innerhalb einer Geländekammer oder eines Waldkomplexes konsequent, d.h. vollständig und rechtzeitig ausgeführt werden. Bei nur punktuellen Eingriffen kann der Käferdruck nicht massgebend gesenkt werden und man riskiert an freigestellten Randbäumen einen erneuten Käferbefall.Von: http://www.forstverein.ch |
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