| 14/03/2001 Frankfurt a. M. | Grosse Firmen können Wälder retten |
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Richtig bewirtschaftet würde ein Fünftel der Wälder der Welt ausreichen, um den gesamten zukünftigen
Bedarf an Industrieholz und Holzfasern zu decken. Und es wären nur zehn grosse Unternehmen nötig, um
das zu ermöglichen. Das ist die Kernaussage des neuen Berichts, den die Umweltstiftung WWF heute
vorstellt. Der Bericht "Forstwirtschaft im 21. Jahrhundert" belegt: Wenn die zehn grössten Weltkonzerne, die die globale Forst- und Holzwirtschaft dominieren, sich verpflichten würden, die umweltverträglichen Bewirtschaftungstandards des Forest Stewardship Council (FSC) anzuwenden, könnte der wachsende Weltweite Bedarf an Holz von nur 600 Millionen Hektar nachhaltig bewirtschafteter Wälder gedeckt werden. Das entspricht etwa der doppelten Grösse Indiens, oder einem Fünftel der weltweiten Waldfläche. Wenn alle die grössten Unternehmen FSC unterstützten, könnte laut dem WWF-Bericht die "Kritische Masse" erreicht werden, die nötig wäre, um die forstliche Praxis weltweit so zu verbessern, dass die Zerstörung von Urwäldern und anderen empfindlichen Wald-Ökosystemen gestoppt wird. Der Bericht listet ausserdem die 100 führenden Holz kaufenden und verarbeitenden Unternehmen auf, die in grossem Umfang und in vielen Ländern der Welt tätig sind. "Die Ergebnisse der Studie stimmen mich hoffnungsvoll", sagt Kornelius Kremkau, Leiter Forstwirtschaft bei der Umweltstiftung WWF Deutschland. "Denn sie zeigt, dass die Globalisierung sogar eine Chance sein kann für die Wälder der Erde. Die ,Global Player' der Forst- und Holzwirtschaft haben es in der Hand, die Rettung der Wälder einzuleiten - wenn sie sich für zertifiziertes FSC-Holz entscheiden. Eine Möglichkeit, die auch deutsche Unternehmen haben und unbedingt nutzen sollten." Denn auch deutsche Unternehmen stehen auf der Liste der "Top 100". Zu den weltweit grössten Käufern von Holz und Holzprodukten zählen die Verlagsgruppen Axel Springer und Bertelsmann, sowie die Baumärkte OBI und Praktiker. Was Unternehmen für den Schutz der Wälder tun können, zeigen gerade die Baumarktketten: Sie haben sich verpflichtet, FSC-zertifizierte Holzprodukte in den Handel zu bringen. Rund 700 Unternehmen haben sich bereits dem vom WWF initiierten weltweiten Netzwerk der Global Forest and Trade Initiative angeschlossen. Es umfasst nationale Käufer- und Produzentengruppen, die das FSC-Gütesiegel fördern. Mit ihrer Hilfe wurden bereits über 20 Millionen Hektar Wald in 35 Ländern nach FSC-Standards zertifiziert. Von: http://www.wwf.de |
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