| 10/2/2001 | Im Wettlauf mit der Klimaerwärmung |
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Der erdgeschichtlich schnelle Klimawandel der letzten 20 bis 30 Jahren zeigt Auswirkungen auf das Leben
vieler Insekten und Vögel. Einige Tiere sind wegen der ungewöhnlich hohen Frühjahrs- und
Herbsttemperaturen unter lebensbedrohenden Anpassungszwang geraten. Für die Raupen des Kleinen Frostspanners ist es entscheidend, dass sie genau zu dem Zeitpunkt schlüpfen, zu dem auch ihre einzige Nahrungsquelle verfügbar ist: junge zarte Eichenblattknospen. Die Temperatur steuert seit Jahrtausenden beim Insekt und beim Baum die Reifung. Allerdings geschieht dies auf verschiedene Weise, sodass in den letzten Jahren immer mehr Raupen bis zu drei Wochen zu früh schlüpfen und verhungern. Das wirkt sich negativ auf die gesamte Nahrungskette aus, an deren Anfang die Raupen sonst stehen. Bei Zugvögeln haben die Wissenschaftler der Vogelwarte Radolfzell bei Konstanz beobachtet, dass sie bis zu einem Monat früher aus ihren Winterquartieren zurückkehren. Auch bleiben sie im Herbst Tänger. Dieser Trend könnte sich in den nächsten 100 Jahren soweit steigern, dass aus ihnen so genannte Standögel werden, die nicht mehr in den Süden fliegen. Von: http://www.greenpeace.de |
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