| 03/08/2000 | Schon wieder ein Luchs gewildert |
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Wann hat die unsägliche Schlachterei ein Ende? Das durchgeschnittene Senderhalsband, das gestern aus
der Aare bei Rubigen gefischt wurde, lässt nur einen Schluss zu: Wieder wurde ein Luchs getötet - der
achte entdeckte Fall von Wilderei in diesem Jahr. Unter diesen Umständen fällt es immer schwerer, von
Einzeltaten zu sprechen. Vielmehr muss man bei der aktuellen Welle illegaler Tötungen von einem
systematischen Vorgehen skrupelloser Luchsgegner ausgehen. Ziel: Der Luchs soll in der Schweiz ein
zweites Mal ausgerottet werden. Der Zeitpunkt der Entdeckung des jüngsten Falles ist pikant: Vor kurzem wurde im betroffenen Gebiet die Jagd eröffnet. Ist es möglich, dass in der dicht besiedelten Schweiz Luchse reihenweise getötet werden, ohne Zeugen und ohne brauchbare Spuren und Hinweise auf die Täterschaft? Nein, meint Pro Natura und fordert jedermann auf, Hinweise und Beobachtungen der zuständigen Untersuchungsbehörden zu melden. Es reicht nicht, wenn sich einzelne Jagdverbände von illegalen Luchstötungen distanzieren. Sie müssen bei der Bekämpfung der Wilderei auch den Tatbeweis erbringen. Wer wichtige Hinweise zur Ergreifung der Täter unterschlägt, macht sich mitschuldig an der Ausrottung einer geschützten Tierart und schadet nachhaltig dem Image der Jagd. Als es um die Kompetenzen für die Erteilung von Abschussbewilligungen ging, taten sich gewisse Kantone durch besondere Entschlossenheit hervor. Pro Natura erwartet von diesen Kantonen die gleiche Entschlossenheit, wenn es darum geht, die Existenz des bundesrechtlich geschützten Luchses zu sichern. Wann endlich werden die Wilderer zur Rechenschaft gezogen? Von: http://www.pronatura.ch |
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